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6. Dezember 2022

Gefühls-Klau

 Ist ja ein Ding! 

Da habe ich mich dieser Tage so gefreut, das ein Video von mir "geteilt" wurde. Aber ich ging fehl.



Mehr als elfeinhalb Jahre (in Zahlen 11,5) spielte ich ein friedliches Spiel: ein bißchen Farmarbeit, Pflanzen anbauen eben. Drache großziehen - sehr süß. Gebäude ausbauen - macht man eben so. Deko kaufen. *yay* Deko! Deko! Deko! Denn diese konnte auf endlos weiten Flächen verteilen: sei es auf diversen Portalwelten (Wiese- , Wüste -, Eis- und Seen-Portalwelt), konnte ein Wolkenschloss mit Inneneinrichtung ausstatten, und hatte auch eine kleine 'Traumwelt' (eine Häuschen für's möbilierungs Inventar, ebenso vier kleine Inseln für die Vorgarten-Deko).


Mein Herz hing sehr an diesem Spiel: gemütlich war's immer. Den Dorfbaum alle zwei Stündchen gießen - und wenn mal nicht, ist auch nix groß passiert. 😉


Als die offizielle Nachricht zum "Aus" des Spiels kam, waren die meisten Langzeitspieler mehr als betrübt: manche sehr traurig (wie ich), andere wütend, einigen wenigen war's wohl auch schnurze. Für mich war klar: wenn denn die letzte Stunde von Mira geschlagen hat, dann bin ich aber mit dabei! Wochenlang habe ich viele, sehr viele, Stunden damit verbracht, Screenshots zu machen, Deko abzuspeichern, Haus-, Baum- und Drachenzauber anzuwenden und per Video/Screenshot festzuhalten; dachte mir Geschichten aus... 

Wie dem auch sei, ich habe mein Herzblut investiert. Vor allem in das Abschiedsvideo. Ich habe viele Jahre (von Beginn an) mit meinem Lebensgefährten (Brakalasa) immer gemeinsam in einem Dorf gewohnt. Später kamen dann noch meine zwei besten Freunde hinzu. Und so wollten wir von Mira abtreten: alle gemeinsam am Dorfbaum, den wir von Level 3 auf Level 42 brachten. 

So wurde mir vor einigen Tagen mitgeteilt, das mein Video großen Anklang gefunden habe - ich war wirklich überrascht und erstaunt. Was? Mein Video? Konnte nur ein Fehler sein. Nope, ist so. Tatsache! (*yay*) Und dann schrieb mich jemand aus dem Spiel selber an, und klärte mich darüber auf, das mein Video auf einem anderen Kanal aufgetaucht sei. Ich dachte mir nichts dabei, denn immerhin sind Videos zum Teilen da - so naiv bin ich wohl scheint's noch. Gemeint war allerdings, das jemand mein Video auf seinem Kanal ebenfalls veröffentlicht hat.


Und das - bei aller Liebe zu den Menschen, die ich in dem Spiel die Ehre hatte treffen und kennenlernen zu dürfen - geht mal so gar nicht! Gefühle lassen sich nicht stehlen! Schlimm für mich ist, das ich noch vornerum freundlich gefragt wurde, ob das Video geteilt (!) werden dürfte. Von Klauen war da nicht die Rede. Aber die Andeutung mit dem "DSGVO"-Hammer kam, und ich habe es nicht sofort verstanden. Aber das ist dennoch keine Entschuldigung, etwas als sein Eigentum auszugeben, das offensichtlich auch noch die Signatur eines anderen trägt! Also schäm dich!


Um es mal in einer nicht harmonischen Sprache auszudrücken - nämlich ganz im Sinne meines Blogs: "Pisst du mich an, scheiß ich zurück!"

Das, du unkreatives, empfindungsloses Stück, ist nämlich meine normale Sprache! Scheiß auf "zauberhafte" oder "magische" Grüße, steck sie dir!


Gut, das wir drüber gesprochen haben! MfG aka LMAA

12. März 2021

Pizza ist fertig! ... zwei Mal!




Wieder zurück in 1989. Ich kam von der Schule mit einem 3er-Pack Tiefkühlpizza. Meine Freundin hatte mir eine Videokassette mit diversen Serien mitgegeben, die sie immer mal für mich aufnahm. Heute war Pizza-Tag für mich, deshalb spulte ich schon mal auf die "Turtles" vor.

Kaum war die erste Pizza im (Umluft-)Ofen, klingelte das Telefon. So ein Typ war am anderen Ende der Leitung. Er laberte mir direkt einen Knopf ans Ohr, und ich war schon nach zwei Minuten nur genervt. Das sagte ich ihm auch, aber der wollte einfach nicht aufhören zu labern. Ich war zwar unfreundlich zu ihm, aber ich hatte Manieren - also einfach auflegen war nicht. Ganz im Gegensatz zu meinem Vater mochte ich unerledigte Dinge sowieso nicht, und ich wollte sicher gehen, das er verstand, das ich nichts mit ihm zu tun haben wollte.

Zehn Minuten später stank es angebrannt. Die Küche war zwar sieben Treppenstufen tiefer, aber es gab keine Wände zum Wohnzimmer. 
"DIE PIZZA!" fiel mir siedendheiß ein.
Ich rannte in die Küche und öffnete den Ofen: total verkohlt, rabenschwarz und hart wie ein Backstein. Also ab mit der zweiten Pizza in den Ofen. Je länger der allerdings in Betrieb war, desto kürzer benötigte die nächste Speise...

Ja, man kann es sich denken: auch die zweite Pizza verkohlte, und das nach nicht mal sieben Minuten. 

Zurück am Telefon quatschte der Typ immer noch. Ständig redete er mich mit meinem zweiten Vornamen an. Das nervte mich ungemein! Derweilen knurrte mein Magen, meine Laune wurde noch mieser, und ich war sauer auf mich selber. 
Ich sagte: "Lass mich in Ruhe! Ruf' hier nie wieder an!"
Und damit legte ich auf. Zwei verkohlte Pizzas reichten mir.

Auf die dritte Pizza wartete ich direkt vorm Ofen. Nur zur Sicherheit! 😉



5. März 2021

Nicht mal ein Krümel?



2008 war ich mal kurzzeitig mit einem Typen zusammen, der - ganz dezent ausgedrückt - eine absolute Schnorrer-Natur war. 

Frisch in meine neue Bleibe gezogen (nach fünf Jahren in der Hölle, nur so nebenbei), fühlte ich mich endlich wieder frei. Ich konnte endlich machen was ich wollte, ohne Repressalien fürchten zu müssen. Dieser kleine Schnorrer ("klein" nur deshalb, weil er sechs Jahre jünger war) nistete sich bei mir ein. Klar: hier gab es Strom und Futter, Tabak und Suff. Alles also, was er nicht hatte. Nein, wozu er nicht bereit war, selber zu zahlen. Wohlgemerkt: er war nicht obdachlos, das wäre ja nun ein ganz anderes Ding gewesen! 

Vom letzten Geld, das ich in diesem Monat noch zur Verfügung hatte (und ich habe immer gehaushaltet), kaufte ich mir eine Packung billiges Toastbrot, ein Päckchen Scheibenkäse

28. Februar 2021

Dingdong: Haben wir nicht!




Wir schreiben das Jahr 1989. An einem Wochenende fuhr mein Vater mit seiner Frau (zwote Stiefmutter) weg. Ich blieb alleine zu Hause. Machte nix, ich war ja fast volljährig. Und ich hatte ein bissi Knete, die ich bereit war, auf den Putz zu hauen! 😁 Freitags wollte ich mir ganz dekadent eine Pizza nach Hause bestellen - das hatte ich bis dahin noch nie gemacht. Hierfür waren so 12,- DM veranschlagt - inklusive Trinkgeld.

Ich bestellte bei der nächstgelegenen Pizzeria. Hier kam ich fast täglich vorbei und hatte schon oft einen Blick auf die ausgehangene Speisekarte geworfen. Ich rief also an und orderte eine Pizza Margherita, drei kleine Fläschchen Bier und eine Packung Camels. Ich wusste, das es all das in dem Lokal gab. Binnen dreißig Minuten sollte alles geliefert werden - wurde mir versichert.

Eineinhalb Stunden vergingen. Endlich klingelte es an der Wohnungstür. Der Lieferant stand davor und überreichte mir eine grüne Plastikbox. So ein flaches Teil, das aussah

5. Januar 2021

Murphys Law: die doppelte Dosis

Am 30.12. schon der Schreck: keine Knete auf dem Konto. Glücklicherweise erreichte ich noch jemanden auf dem Amt, denn obwohl mein Sachbearbeiter nicht da war, konnte ich mit seiner äußerst freundlichen und verständnisvollen Kollegin alles klären. Kohle sollte dann direkt angewiesen werden - klar, das da vor Silvester nix mehr passieren würde (hinsichtlich Buchung der Kasse). Dennoch war es (und das ist seltsam, denn das kam mir noch nie unter) ein sehr nettes Telefonat.

Brrblblrrrrrrrquietschbrrrblllbrrrquietsch - vorgespult ins neue Jahr:

04.01.

Mein Lebensgefährte Mittags um 14:15 Uhr auf die Kasse. Immerhin müsste mal ein bissi was eingekauft werden. Ab an den Kontoauszugsdrucker und - schwupps - Karte eingezogen. Gesperrt. 

Ab hier folgte ein Hickhack an Lauferei: erst ab in die Hauptfiliale, die ca. 2 km weit entfernt ist, dort wurde direkt akzeptiert, das

12. November 2020

Dieser Tag... ein Griff ins Klo 💩

  

 Schön früh aufgestanden (gegen 6:15 Uhr), da ich am Abend zuvor schon um halb zwölf schlagskaputt aufs Sofa gesunken bin. Da muss ich mich alle 75-80 min. (ich könnt' fast die Uhr nach stellen -.-) rumdrehen --- nicht von einer Seite auf die andere, sondern die Kissen in die entgegengesetzte Richtung legen, damit ich mich umdrehen kann. Die Metallstreben dieses Schlafsofas peinigen meinen sowieso generell schmerzgeplagten Körper noch zusätzlich... Naja, dennoch war der Start in den Morgen ganz okay. Trotz leichter Kopfschmerzen wegen des harten Liegens hatte ich gute Laune. Frühstück war wunderbar (ausnahmsweise genoss ich mal wieder einen Salat, dazu gab es frisches, selbstgebackenes Pfannenbrot und ein bissi Butter).

Der Horror kam anfangs auf schleichenden Sohlen 👿: gegen acht Uhr klingelte das Telefon (da hatte ich grade die Schnute voll Salat), und meinem Lebensgefährten wurde mitgeteilt, das die Typen, die die seit Monaten nicht funktionierenden Heizkörper in Schlafzimmer und Küche erst nächste Woche Dienstag inspizieren wollen. Dem vorausgegangen war ein am Vortag